Vom mobilen Internet in Brasilien

Zuerst einmal vorweg: In Brasilien gibt es auch das mobile surfen. Hier sind UMTS Sticks recht verbreitet (kosten aber gut 100 Euro). WLAN gibt es zwar auch aber jeder, der einen Laptop hat, hat den passenden Stick des Mobilfunkbetreibers dran. Ich selbst nutze mein Nokia 5800 für diese Zwecke – hat den Vorteil, dass ich dann auch MSN und VoIP mobil nutzen kann.

Ärgerlich war es besonders mit TIM. Dort gibt es Datenpakete zu kaufen. Ist es aufgebraucht, wird wieder „a pulso“ abgerechnet, alá 2 Euro pro MB. Wenn die SMS zu spät kommt um ein neues Paket zu kaufen, dann hat man eben die voll aufgeladenen 50 Euro verbraten. Der Speed ist ähnlich wie bei einigen geqüalten O2 Usern trotz UMTS sehr niedrig und liegt bei gut 4 KB/sec. Das gute alte Modem ist da dann doch etwas schneller.

Aufgrund dieser zwei Probleme blieb mir noch VIVO übrig. Kostet 130 R$ im Monat und ist damit nur unwesentlich teuerer als TIM, aber dafür besser. Geschwindigkeit: Bis zu 120 KB/sec mit dem guten alten Nokia. Vorher wurde ab 250 MB (schafft man ja als Downloader locker in ner Stunde) der Speed gedrosselt auf 14 KB/sec. Momentan passiert das aber nicht (vermutlich ein Systemfehler) – mich freut’s auf jeden Fall…

Vorwahlen in Brasilien

Vorwahlen in Brasilien

Generell kann ich VIVO nur weiter empfehlen. Das Problem betrifft aber eher die Reisenden: Sobald man in Brasilien aus seinem Vorwahlbereich hinausfährt (siehe Karte rechts) dann zahlt man nationale Roamingkosten – einige Anbieter sind auch nicht 100% in allen Bundesstaaten vorhanden und so ist das Thema Roaming national immer aktuell (kostet in meinem Plan pro Minute 1,25 R$).

Das gilt auch für die mobile Internetnutzung. Der Geschäftsmann, der beruflich in São Paulo unterwegs ist, aber in Rio de Janeiro lebt, zahlt dann Roamingkosten. Kostet 5,93 R$ pro MB…

Immerhin: VIVO bietet sogar auf hoher See und im Flugzeug seine Datendienste an – zum Preis des internationalen Roamings – Da fallen 27,99 R$ pro MB an. Da kann man sich bei einem Songdownload auch gleich die ganze CD im Laden kaufen…

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4 Antworten zu Vom mobilen Internet in Brasilien

  1. ednong schreibt:

    Hm, ja, 14 KB/s sind ja doppelt soviel wie hier 😉

    Aber o2 kümmert sich drum – auch wenn ihm mein Betriebssystem nix sagte (Kubuntu). Mal sehen, wann hier der Meßwagen auftaucht und ich Info bekomme. Ich vermute ja mal, dass die Baustelle gegenüber – ein vierstöckiges Haus entsteht da – da wohl nicht ganz unschuldig dran ist.

  2. ednong schreibt:

    Aber is ja hammer, wenn du schon beim Verlassen des Vorwahlbereiches Romingkosten hast …

    Sowas nennt sich dann Mobilfunk.

    • Naja du kannst dir ja im neuen Vorwahlbereich nen neuen Chip kaufen, dann zahlt halt der Anrufer die Zeche (Ferngespräch). Aber das kann teuer werden (ein Gespräch nach Deutschland war billiger als eines nach Curitiba aufs Telefon).

      Ich scanne mal die Rechnung ein und blogge darüber.

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